Beim Outsourcing des Lernmanagementsystems (LMS) geht es nicht nur um die technische Auslagerung einer Software, sondern auch um die Übertragung der typischen Prozesse einer betrieblichen Akademie als eines geschäftskritischen Bausteins der Personalentwicklung.
Die typischen Begriffe in diesem Kontext sind entweder „Managed Training Services“ oder „Managed Learning Services“.
Ein LMS bildet heute häufig das zentrale System für Qualifizierungsmaßnahmen, Pflichtschulungen, Zertifizierungen und Kompetenzmanagement. Durch das Outsourcing kann ein Unternehmen moderne Technologien nutzen, ohne selbst in Infrastruktur, Wartung und Weiterentwicklung investieren zu müssen.
Ein LMS steht selten allein. Es ist häufig mit anderen Systemen verbunden, wie z.B:
Bei kleinen und mittleren Unternehmen ist ein extern betriebenes LMS meist deutlich günstiger als eine Eigenlösung, weil sich hier Kostenvorteile realisieren lassen, bei:
Auf der anderen Seite kann es auch zu Kostennachteilen kommen:
Das Outsourcing des LMS-Betriebs bietet vor allem technische, wirtschaftliche und organisatorische Vorteile.
Die externen Mitarbeiter bringen neue Erfahrungen, spezifische Expertise für den Betrieb eines LMS.
Interne Mitarbeiter von HR, bzw. Learning & Development können sich auf ihre Kernaufgaben fokussieren.
Neben dem störungsfreien und personenunabhängigen Betrieb der Lernumgebung sind als weitere Erfolgsfaktoren eine saubere Regelung von Datenschutz, Schnittstellen-Management, Service Levels und Datenhoheit notwendig.
In der Praxis hat sich häufig ein hybrides Modell bewährt: Der technische Betrieb der Plattform wird durch IT-Dienstleister oder dem Systemanbieter (im Rahmen eines SaaS-Modells) erbracht, während die Prozesse innerhalb der Weiterbildungsakademie von einem Managed Learning Dienstleister betrieben werden.
Lernstrategie, Inhalte, Kompetenzmanagement und Governance verbleiben weiterhin im Unternehmen. Dadurch lassen sich Effizienzgewinne realisieren, ohne die Kontrolle über die Personalentwicklung zu verlieren.