Ein Happy Sheet ist der Fragebogen, der nach einem Seminar, einem WBT oder einer wie auch immer gearteten Lerneinheit an den Lerner ausgegeben wird. Darauf soll dieser Angaben zu seiner Zufriedenheit mit der Lerneinheit machen.

Woher kommt der Name?

Der Spitzname „Happy Sheet“ für den Fragebogen rührt zum einen daher, dass bei den Fragen oft hauptsächlich auf die Stimmung im Seminar abgezielt wird, zum anderen, dass die Teilnehmer die Fragen ebenso oft durch ankreuzen von Smileys beantworten sollen. Die am ehesten treffende deutsche Übersetzung lautet deshalb „Zufriedenheitsbogen“.

Im Folgenden die Visualisierung für solch eine Antwortmöglichkeit.

Es sind drei Smileys abgebildet, ein lachender, ein neutral schauender und ein traurig schauender, dahinter jeweils eine Ankreuzmöglichkeit.

Warum Happy Sheets?

Happy Sheets sind der erste Versuch, ein Feedback nach einer Bildungseinheit einzuholen. Bei den Fragen darin handelt es sich um eine Teilnehmerbefragung und keine explizite Evaluation des Trainings. Happy Sheets lassen sich dem Evaluationsmodel nach Kirkpatrick [hier ins Lexikon verlinken] der Stufe 1 zuordnen.

Kritikpunkt

Unter Umständen wird der Schluss gezogen, dass eine hohe Zufriedenheit mit Trainer, den Inhalten, der Organisation und z.B. dem Essen eine spätere nachhaltige und wirksame Umsetzung im Unternehmenskontext nach sich zieht. Dieser Zusammenhang konnte jedoch bisher nicht nachgewiesen werden. Möchte ein Anbieter einer Lerneinheit also lieber den Lerntransfer messen, muss dieser folgerichtig auf andere Methoden zurückgreifen als auf ein Happy Sheet, das eben nur das misst: die Zufriedenheit.