Das ist definitiv die meist gestellte Frage unserer Geschäftspartner und Kunden. Ist es, dieses eTraining, die Ausgabe auch wert? Bzw. was habe ich davon?

Bildungscontrolling ist das Controlling einer Investition (in Weiterbildung)

Hoffmann, Thomas: Bildungscontrolling für kleine und mittlere Unternehmen.

Wie misst man den Erfolg von eLearing?


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Selbst im Nachhinein ist es eine Kunst abzuschätzen, ob sich ein eTraining gelohnt hat.

Unabdingbar für eine Abschätzung, ob sich ein eTraining gelohnt hat ist allerdings, dass sich das Management im Unternehmen im Vorhinein klar macht, was es damit erreichen will.

Eine Evaluation, die darauf abzielt zu überprüfen, ob das intendierte Lehrziehl erreicht ist, setzt natürlich ein solches explizit formuliert, voraus.

Nuissl, Ekkehard: Evaluation in der Erwachsenenbildung.

Das wurde in Ihrem Falle nicht klar formuliert? Dann können Sie Ihr eTraining dennoch evaluierten, allerdings nur nach den ersten drei Stufen des Modells nach Kirpatrick.

Kennen Sie Kirkpatrick?

Auch wenn Ihnen der Name nichts sagt, so evaluieren Sie bestimmt in der einen oder anderen Art danach den Lernerfolg Ihrer eTrainings, denn er hat seinerzeit ein Modell entwickelt, das die heute noch gebräuchlichen Formen von Evaluation abdeckt. Die da sind?

Stufe 1 – Teilnehmerzufriedenheit messen


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Das eTraining ist gerade abgeschlossen. Das ist genau der Zeitpunkt, zu dem der obligatorische Fragebogen auf dem Tisch bzw. in unserem Fall dem Screen des Teilnehmers landet. Zumindest wenn sich der der Dozent/ Produzent traut, nach den Eindrücken der Teilnehmer unmittelbar nach der Bildungsmaßnahme zu fragen.

Denn das kostet auch ein wenig Mut. Immerhin könnte ja auch die eine oder andere Negativ-Bewertung dabei herauskommen.
Im Idealfalle ist die Befragung direkt nach dem eTraining keine Option, sondern Teil eines im Unternehmen etablierten Prozesses.

Wie auch immer die Messung zustande kommt. Es gibt zwei Punkte dazu anzumerken.

Punkt 1 – Zufriedenheit = Erfolg?

Zufriedenheit der Teilnehmer heißt nicht unbedingt, dass das eTraining einen Lernerfolg zeitigt.

Punkt 2: Zufriedenheit ist trotzdem wichtig

Trotzdem ist das eine wichtige Messgröße, denn eine Maßnahme, bei der die Teilnehmer (also IHRE Mitarbeiter) zufrieden waren, ist eine, die von diesen angenommen wird! Wichtig!

Stufe 2 – Lernerfolg messen


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Aber kommen wir zum Lernerfolg.

Auch der wird in der Regel noch gemessen. Bei eTrainings geschieht dies meist durch einen obligatorischen Test, der dem eTraining nachgeschalten wird. Zur leichteren (will heißen ohne den Einbezug eines Trainers oder sonstigen Meschen) Auswertung handelt es sich dabei ganz oft einfach um Multiple-Choice-Fragen. Richtig interessant wird es, wenn gleiche oder andere Fragen in einem zeitlichen Abstand zur Bildungsmaßnahme gestellt werden. Wissen die Teilnehmer die Antworten (noch), auch wenn einige Zeit danach vergangen ist?

Nehmen wir an, ein Lerner hat sowohl den Test direkt nach dem eTraining als auch in einem zeitlichen Abstand gut bestanden. Setzt er das gelernte am Arbeitsplatz dann auch um? Oder handelt es sich beim Lernerfolg lediglich um theoretisch aufgesatteltes Wissen ohne tatsächliche Auswirkung? Das lässt sich nur am Arbeitsplatz überprüfen.

Stufe 3 – Anwendung am Arbeitsplatz messen


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Gängiges Verfahren, die Auswirkung eines eTrainings am Arbeitsplatz zu messen, ist z.B. nach einem je nach Thema abgewarteten Zeitraum von Personalentwickler-Seite den Vorgesetzten über etwaige Performance-Änderungen des Teilnehmers zu befragen. Hat der Kollege, der vor einem viertel Jahr die Online-Schulung zu Zeitmanagement absolviert hat nun seine Zeiteinteilung beobachtbar besser im Griff? Oder ist wieder alles beim Alten, Deadlines werden nicht eingehalten und ausgemachte Termine versäumt?

Auch teilnehmende Beobachtung ist ein beliebtes Vorgehen zu überprüfen, ob ein eTraining „funktioniert“ hat. So kommt der Personalentwickler (oder auch eine anderweitige Person) in der Filiale vorbei, um zu beobachten, wie die Mitarbeiter mit den Kunden interagieren. Gibt es einen Unterschied zwischen denen, die am eTraining Service Exzellenz teilgenommen haben zu jenen, die an diesem (noch) nicht teilgenommen haben?

Ist dies der Fall, dann Bravo! Die Königsdisziplin ist jedoch, die…

Stufe 4 – Geschäftsauswirkung messen

Hat ein eTraining zum Geschäftserfolg beigetragen? Diese Frage beantworten zu können, stellt wohl die Königsdisziplin der Erfolgsmessung dar. Die Stufe 4 der Evaluation untersucht die Auswirkung eines Trainings auf betriebliche Kennzahlen. Haben sich Verkaufszahlen verändert? Ist die Produktivität gestiegen? Hat die Mitarbeiterfluktuation aufgrund eines Onboarding-Programmes abgenommen?

Das sind exemplarische Fragestellungen, je nachdem, was mit einem spezifischen Training oder eTraining erreicht werden sollte.

Sie haben eine betriebliche Kennzahl im Visier, die Sie durch eine Schulungsmaßnahme beeinflussen wollen? Wir beraten Sie nicht nur in punkto Konzeption und Umsetzung, sondern auch wie Sie herausfinden können, ob sich die Investition auch lohnt/ gelohnt hat.

Sprechen Sie uns an!